27.057,75 Euro Tierarztkosten

Stand 12.09.2014

Unsere monatlichen Tierarztkosten belaufen sich derzeit im Durchschnitt auf rund 3000,- Euro.

Die Katzenhilfe Oldenburg e.V. erhält keinerlei Unterstützung von der Stadt Oldenburg oder den Gemeinden, aus welchen der Verein Fundtiere aufnimmt. Wir finanzieren unsere Arbeit im Dienste notleidender Katzen ausschließlich durch Spenden, Vermittlungsgebühren und Einnahmen aus unseren Flohmarktständen.

Die Tierarztrechnungen der Monate Juli und August 2014 allein beliefen sich auf insgesamt 7300.- Euro. Diese Summe ist eine schwere Belastung für unseren Verein, zumal wir ja noch weitere laufende Kosten haben wie etwa für Katzenfutter, Streu und die unverzichtbaren Inserate zur Tiervermittlung.

Wie kann so eine hohe Summe innerhalb von zwei Monaten zustande kommen? Wir möchten Ihnen im Folgenden gerne einen Überblick über die Tierschicksale geben, welche unsere Arbeit zu unverzichtbar machen.

Mütter und Welpen
Allein bis Ende August wurden uns 9 Katzenmütter bzw. hochtragende Kätzinnen und insgesamt 48 (!) Welpen gemeldet, welche wir aufgenommen haben. Einige der Tiere waren in sehr schlechtem Allgemeinzustand und bedurften wie der kleine Oskar oder die im Gewerbegebiet Tweelbäke "entsorgte" Greta intensiver tierärztlicher Behandlung.

Spätestens Anfang Oktober werden die nächsten Mütter und Welpen Hilfe benötigen.

oskar

Mit Schnupfen.

oskar

Völlig genesen.

Oskar - taub und völlig verschnupft in Ofen gefunden. Die Behandlung des Katzenschnupfens allein schlug mit 240,- Euro zu Buche. Unbehandelt führt diese Infektion zu schweren Schäden an den Augen oder gar zur Erblindung.

Wenn dann gleich ganze Würfe von 4 - 6 Katzenkindern erkranken, dann kann man sich schnell erklären, wie die eingangs genannten Beträge an Tierarztkosten entstehen.

 

greta greta

Greta wurde in einem Graben im Gewerbegebiet entdeckt. Sie war stark unterernährt, verwurmt, verfloht und wie Oskar mächtig verschnupft. Sie musste mehrmals dem Tierarzt vorgestellt werden, wodurch ca. 236,- Euro aufgewendet werden mussten.

 

finchen

Finchen hatte es noch härter getroffen! Bei ihr wurde die Diagnose Katzenseuche gestellt. Normalerweise ein Todesurteil für Katzenkinder, aber die Süße hatte so eine Kraft und solch einen Lebenswillen, dass wir alles für sie getan haben. Zu recht - denn sie ist nun ein gesundes, selbstbewusstes, total verspieltes und kuscheliges Katzenkind.

Die Tierarztkosten für Finchen betragen ca. 549.- Euro.

 

Bei Mats haben wir leider den Kampf verloren. Er kam munter bei uns an und wurde dann unverhofft schwer krank. Das kann bei Welpen immer wieder passieren. Trotz tierärztlicher Bemühungen konnten wir den kleinen Fratz nur noch erlösen. Insgesamt haben wir 150,- Euro aufgewendet.

Kastrationen
Um diese Welpenflut zu stoppen kastrieren wir unsere Katzen konsequenterweise vor der Vermittlung. Hinzu kommen noch Fälle wie der mit 11 verwilderten Katzen, die in Hude versorgt werden mussten. Hude ist in Sachen Tierschutz ein weißer Fleck auf der Landkarte - es gibt keinen örtlichen Tierschutzverein und keine Kastrationspflicht. Wegschauen hätte im aktuellen Fall nur dazu geführt, dass der Bestand im kommenden Frühjahr auf ca. 30 Tiere angewachsen wäre. Die Fangaktion dauerte fast 2 Wochen. Die drei erwachsenen Tiere wurden kastriert in ihr vertrautes Revier entlassen. Wir danken an dieser Stelle Frau H., welche uns zwei Kastrationen gesponsort hat.

Die 8 Welpen sind mit drei bzw. vier Monaten gerade noch in einem Alter, wo wir sie mit viel Zeit und Geduld an Menschen gewöhnen können. Dies bedeutet aber auch, dass sie nicht schnell vermittelbar sind und wir 8 diese Kastrationen werden bezahlen müssen.

hude

Die acht Katzenkinder - darunter gleich 5 Mädels.

Jungkatzen in Not
April und Oktober sind erfahrungsgemäß die Monate der stromernden Jungkatzen. Es sind halbstarke Tiere im Alter von 6 - 7 Monaten: Zu früh in den Freigang gelassen, unkastriert, ungekennzeichnet, desorientiert oder bewusst rausgeschmissen, weil der unkastrierte Jungkater makiert bzw. das unkastrierte Mädel mit ihrer Rolligkeit nervt. Sie müssen kastriert sowie gekennzeichnet werden und konkurrieren in der Vermittlung mit den zeitgleich auf neue Halter wartenden kleinen Katzenkindern.

bobby Bobby - einer der Halbstarken.

Und dann sind da noch die Notfälle wie die kleine Elfie. Ihr Hinterbein war gebrochen, so dass zwei aufwändige Operationen nötig waren. Elfies Halter konnten die Kosten von rund 740,- Euro nicht aufbringen, so dass sie Elfie an unseren Verein übertragen haben.

Elfie - ihr rechtes Hinterbein ist gebrochen.

elfie

Zurückgelassen und vergessen
Wir helfen Katzen in Not gerne. Das ist unsere Aufgabe, welcher wir mit Leidenschaft nachgehen. Zum Tierschutz gesellt sich dabei auch immer eine Portion Hilfe für den Menschen, der aus einer persönlichen Notlage nicht mehr weiter weiß. Leider wurden wir in der vergangenen Zeit diesbezüglich mehrfach von Menschen, welchen wir halfen, enttäuscht. Vorgestreckte Kosten werden nicht zurückgezahlt, Fundtiere vom Halter einfach in der Pflegestelle nicht abgeholt.

Alt, ungewollt, schwer vermittelbar
Manchmal stellt sich erst bei der Aufnahme einer Katze heraus, dass sie länger bei uns bleiben wird. Es sind die alten Tiere, die chronisch kranken oder die scheuen. Oft warten sie Jahre lang auf den passenden Platz oder bleiben als Patentiere auf ihrer Pflegestelle. Momentan haben wir 15 Patentiere, 5 FIV-Katzen und zwei sehr scheue Kater. Wir sind der Ansicht, dass sich jedes Tier vermittel lässt. Es braucht nur ausreichend Geduld, auf den richtigen Interessenten zu warten. Allerdings entstehen währendessen weitere Kosten - nicht nur für tierärztliche Behandlungen, sondern auch für Futter, Streu, Inserate zur Vermittlung.

FIV-Katzendame Nellie. Sie wurde im Mai total verdreckt und abgemagert gefunden. Die Schmuse-Suse hat sich mittlerweile gut gemacht und sucht noch immer ein liebevolles Zuhause. nellie

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende.

Die Katzenhilfe Oldenburg e.V. ist durch das Finanzamt Oldenburg als gemeinnützung und besonders förderungswürdig anerkannt. Gerne stellen wir Ihnen eine Spendenquittung aus. Bitte vermerken Sie dazu Ihre vollständige Anschrift bei der Überweisung.

Wir selber arbeiten ehrenamtlich, d.h. wir und unsere Pflegestellen arbeiten unentgeltlich. Ihre Spende kommt also ausschließlich den Katzen in Not zu Gute.

Bankverbindung:
Katzenhilfe Oldenburg e.V.
IBAN: DE58280200501147612400
BIC: OLBODEH2XXX

Danke im Namen unserer Schützlinge sagen

Anne Holzapfel - Helga Dirks - Silvia Weers
Katzenhilfe Oldenburg e.V.